Der tschechische Kapitän van Toch entdeckt bei Sumatra eine bis dahin unbekannte Art von grossen Molchen und bringt sie dazu, für ihn nach Perlen zu tauchen. Als van Toch stirbt, züchten seine Erben die Molche massenweise, so dass sie sich als nützliche Arbeitskräfte über die ganze Welt verbreiten, bis sie sich schliesslich, von einem «Chief Salamander» befehligt, verselbständigen und zur Bedrohung der Menschheit werden. Sie erobern ein Land nach dem andern und versenken es im Meer. Die Politik steht der Entwicklung ratlos gegenüber. Auf der Konferenz von Vaduz findet man keine Lösung und lädt am Ende die Molche selbst zu Verhandlungen ein. Man bietet ihnen einen Teil Chinas zum Versenken an, als die Nachricht kommt, Venedig sei im Meer verschwunden.
Karel Čapek, geboren am 9.Januar 1890 im tschechischen Malé Svatoňovice, Dr. phil I, Journalist, Dramaturg, hat nicht nur in dem zitierten, gegen den Faschismus gemünzten Roman «Der Krieg mit den Molchen» von 1936 vor Entwicklungen gewarnt, die Millionen in Bedrängnis bringen sollten. Schon 1921, im Drama «RUR», hatte er imaginiert, wie Roboter, mit Gefühlen versehen, die Menschen bis auf einen gewissen Alquist ausrotten. Welch letzterem es dann allerdings gelingt, die Androiden zu stoppen, indem er ihnen das chaotische Element Liebe beibringt: «Häuser und Maschinen werden zusammenstür-zen, Systeme werden zerfallen und die Namen der Grossen abblättern wie Laub; nur du, Liebe, blühest empor auf der Trümmerstätte und vertraust den Winden das Samenkörnchen des Lebens an.»
Noch die zwei letzten Stücke des Grossmeisters der Science Fiction, «Die weisse Krankheit» (1937) und «Die Mutter» (1938), richteten sich auf phantastisch-surreale Weise gegen den immer mächtiger werdenden Faschismus, und als das Münchner Abkommen vom 30.September 1938 klar machte, dass weder Frankreich noch England die Tschechoslowakei retten würden, wartete er nicht, bis Hitler einmarschierte, sondern verweigerte sogleich jede Nahrung und starb am 25.Dezember 1938 in Prag 48jährig an Entkräftung.