Der erste Teil von «Lykke-Per», auf Deutsch fatalerweise mit «Hans im Glück» übersetzt, spiegelt exakt das Leben des Verfassers Henrik Pontoppidan, geboren am 24.Juli 1857 in Fredericia auf Jütland. Wie Per ist der Autor eins von 16 Kindern eines Landpfarrers, begehrt gegen den Grundtvig-Pietismus im Elternhaus auf und will in Kopenhagen Ingenieur studieren.  Während Per Atheist und Fortschrittsanbeter wird, Jütland mit einem technischen Projekt aus der Rückständigkeit lösen will, durch den Tod von Vater und Mutter  aber zur Reli-gion zurückfindet und den Weg zu sich selbst in der Entsagung sucht, hat Pontoppidan selbst den Weg eines aufklärerischen naturalistischen Schriftstellers gewählt.
1876, nach einer prägenden Reise in die Schweiz, begann er zu schreiben, brauchte aber Jahre, bis ihm Epochengemälde wie «Det forjættede  Land» («Das gelobte Land», 1891-95), «Lykke-Per» (1898-1904) und «De Dødes Rige» (Totenreich», 1912-16) gelangen. Anschaulich geschriebene vielbändige Werke von zwingendem epischem Atem, in denen immer wieder von Menschen erzählt ist, die ihr Leben oder das ungerechte kapita-listische System ändern wollen, aber in der Verzweiflung und in der Kapitulation vor dem Druck der Mitwelt enden.
Pontoppidan selbst erlebte alle Höhen und Tiefen des Daseins. 1888 verliess ihn die sanfte bäuerliche Mette Hansen, die er 1881, im Jahr seines Debüts mit « Stækkede Vinger» («Beschnittene Flügel»), geheiratet hatte und als Hansine in «Det forjættede  Land» liebevoll porträtieren sollte, während er schon mit Antoinette Kofoed verheiratet war, die ihm  zwei Kinder gebar. Als er 1917 den Literaturnobelpreis bekam, musste er ihn mit dem deutschnational gesinnten Landsmann Karl Gjellerup  teilen, und ab 1920 begann sein Gehörleiden, das ihn vollkommen taub werden liess und das in den fünf Bänden Memoiren, die von 1933 bis zu seinem Tod am 21.August 1943 erschienen, auf erschütternde Weise beschrieben ist.